Vorfreude im Advent

 

Liebe Leser,

was ist das für uns, die Adventszeit? Haben wir noch die Ruhe, um die Vorfreude und etwas mehr von diesem „Glück“ zu leben? Oder sind wir hierfür zu sehr getrieben von unserem Alltag und unseren Sorgen? Zugleich wird oft geradezu erwartet, dass wir Freude und Glück auch zeigen.

Da gibt es diesen Zwang, mein Glück gefälligst zu finden. Jeder ist schließlich seines Glückes Schmied! Und ein Loser ist selber schuld. Mitgefühl wird auch erwartet und erwarten wir von uns selber, damit wir „gut“ sind. Und wenn unserem kleinen Geist schon wieder eine Situation oder eine politische Haltung ausweglos und illusorisch erscheint? Und auch das „Anbeten“ gegen Kummer und Verzweiflung nicht Wirkung zeigt? Dann sollen wir gefälligst hoffen und jedenfalls nicht untröstlich traurig sein.  

Denn die Adventszeit haben wir als Kinder kennengelernt als eine Zeit der Vorfreude. Es war Freude auf etwas Schönes. Ein Kind macht es fest an Geschenken, verbindet dann aber auch die Freude untrennbar mit der Geschichte von der Geburt Jesu und mit der Frohen Botschaft. So haben wir die frohe Zeit in uns verankert und Geschenke sind Symbole. Warum nicht weiter schöpfen aus dieser Freude in uns? Der Kopf „will“ haben. Der Körper würde Traurigkeit mit der Freude verbinden und mischen.

Denn Trauriges IST in uns. Es war immer in uns und wird immer in uns sein. So können wir nur pendeln zwischen dem Traurigen und dem Freudigen. Wenn nur nicht die Zwänge wären. Warum tun wir uns diese Zwänge nur an? Warum leben diese Erwartungen nur so stark in uns, denen wir nicht zu entkommen scheinen? Es scheint, wenn wir das Traurige leben, dann haben wir an etwas „schuld“, das wir gefälligst vermeiden sollen. Mit Entscheidung, Absicht und einem Plan! Das läuft direkt hinaus auf Verdrängung. Wir unterwerfen uns mehr als uns das „gut tut“. Oft weiß es der Körper und signalisiert es auch. Doch das hieße „Authentizität“ und „Eigenständigkeit“ statt „Unterwerfung“, wenn wir dem Körper folgten. Lieber machen wir uns oft klein, als die auftauchenden kribbeligen Ängste auszuhalten. Und damit das jedem ein für alle mal klar ist, opfern wir diese innere, gesund gemeinte Stimme für etwas, das „gut“ ankommt. Und dann fragen wir: „wo bist du, Gott?“.

Gott ist immer da und wird immer da sein. Wir dürfen ihn wahrnehmen. Das Wort „Hoffnung“ allein sagt etwas über uns. Es steht uns nicht an, einfach zu vertrauen und es als unumstößlich gegeben zu nehmen. Einfach hinein zu gehen in diesen Glauben. Hoffen heißt, er sei noch nicht da, bestenfalls könnte er irgendwann kommen, wenn wir …. Hoffen geschieht im Kopf, der Beweise braucht, Bedingungen vorgibt und Zweifel hat. Vertrauen ist einfach da, wenn die Gedanken still werden und wir uns hineingeben. Mit dem Spüren von Vertrauen ist er nicht nur da, wie er immer da war. Wir haben ihn auch zugelassen. Zunächst halten wir es für möglich. Dann treten die äußeren Umstände weiter nach hinten, verlieren zunehmend an Bedeutung. Wir tun einfach etwas. Wenn der Kopf mit dem Größenwahn, alles kontrollieren zu wollen, stiller wird.

Unser Horizont ist begrenzt. Und sehr oft liegt „Sinn“ weit weg von unserem Vermögen zu schlussfolgern, weit hinter dem Horizont, oder in einer Ebene, die wir vielleicht nur ahnen können. Wir wissen es im Grunde auch, dass uns geholfen wird über den Körper. Der Körper kann uns grundsätzlich in schlimmster Lage entlasten durch Betäubung, bis hin zur Ohnmacht. Zuweilen agieren wir in manchen Situationen voll intuitiv (geradezu ferngesteuert) und fragen uns im Nachhinein, wie wir das gemacht haben. Allein die Gedanken schaffen aus Schmerz und Notsituationen das Leiden. Und der Körper folgt (leider) auch unseren Gedanken. Bis wir dann aufgeben und einfach vertrauen. Uns „in Gottes Hände“ geben.  „Dein Glaube (Vertrauen) HAT Dir geholfen“. „Ihr werdet Gleiches vollbringen und Größeres….“.

Da wünschen wir uns Vertrauen in solch frohe Botschaft. Viel Freude in diesem Dezember. Und ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest Ihnen allen.

Ihre Änderungsschneider

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