Beziehungen

Das sprach ein kluger Berater:

„Menschliche Beziehungen sind unfassbar komplex …. “

Ich meine, hier liegt der Hund begraben. Denn wer das denkt, der will Beziehung mit dem Kopf gestalten. Nur wir selber machen es komplex, wenn wir Beziehungsprobleme mental lösen wollen. Natürlich lernen wir auch mit Problemen. Und die Chancen stehen gut, dass wir uns damit auch etwas entwickeln können. Doch dies geschieht mit Bewusstheit und Akzeptanz. Und das ist entweder einfach oder der Kopf hat sich eingemischt und will was kontrollieren. Letzteres steht nur im Weg.

Die stärkste Anziehung ist die sexuelle Anziehung. Und eine sehr wichtige Sehnsucht ist die Sehnsucht nach sexueller Erfüllung. Und wenn es hier nicht stimmt, ist die Beziehung deswegen nicht komplex. Sie stimmt in diesem Aspekt einfach nicht. Und das ist leicht spürbar. Nur der Kopf macht uns vor, es sei nicht wichtig oder es würde sich ändern lassen. Das ist nicht kompliziert. Denn es ist wie es ist. Und es ist so wie die Essenzen zusammenpassen. Es lässt sich nicht ändern, bestenfalls annehmen.

Beziehung braucht auch Vertrauen. Und Vertrauen finden wir nie während wir kompliziert denken. Eher wenn wir nicht denken und es einfach tun.

Beziehung braucht Öffnung, die dem Vertrauen folgt. Wir öffnen uns nicht wenn wir Komplexität sehen. Eher wenn wir gar nicht denken wollen, einfach schauen, was mit etwas Öffnung passiert.

Beziehung braucht Herz. Und Herz ist einfach. Wenn wir Komplexität sehen, stellen wir diese nur in den Weg zum Herzen.

Beziehung braucht Gemeinsamkeit bei Gedanken. Das braucht viel Preisgeben, Zuhören und Erahnen, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Daran ist nichts kompliziert. Wir tun es in Vertrauen und Hingabe. Oder wir haben wenig von diesem Vertrauen. Oder wir können nichts erahnen und es findet sich kaum Gemeinsames in der Tiefe.

In der Beziehung können wir uns ergänzen. Wir sehnen uns nach dieser Ergänzung. Meist fehlt in uns alleine der maskuline oder der feminine Ausgleich. Das ist wie es ist. Es ergänzt sich in der Beziehung. Oder es bleibt eine tiefe Sehnsucht unerfüllt. Auch einfach. Aber es lässt sich nicht ändern. Wir machen auch das kompliziert, wenn wir glauben, es ändern zu können.

Nicht alles passt immer gut zusammen. Aber vieles was fehlt, können wir vielleicht doch so lassen wie es ist. Und in anderem Zufriedenheit und Erfüllung finden. Dann tut es auch schon weniger weh. Wir schieben es oft beiseite, so lange die rosarote Brille wirkt. Dann steht die eigentliche Entscheidung (oder das Leiden) danach an. Aber es lässt sich kaum leichter lösen, wenn wir es mental angehen, und damit komplex machen.

So wünsche ich uns zunehmende Bewusstheit. Und den Mut, das zu erkennen, was sich nicht ändern lässt. So dass wir schließlich fähig sind, eine uns dienliche Wahl zu treffen.

Autor bekannt

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